Tipps für Einsteiger


Bei der Anschaffung eines Elektrofahrzeugs gibt es einiges zu beachten

Informieren Sie sich gründlich VOR dem Kauf!

Es gilt, Ihre persönlichen Anforderungen und Erwartungen mit den verfügbaren Möglichkeiten abzugleichen, damit die Freude am elektrischen Fahren nicht getrübt wird.

 

Der Vertrieb und die Autohäuser sind hier leider meist keine große Hilfe.
Entweder sind sie von vornherein unmotiviert ein Elektrofahrzeug zu verkaufen oder sie geben keine oder tatsächlich falsche Informationen heraus, weil die Mitarbeiter/innen nicht ausreichend geschult wurden.

 

Hier daher einige Hinweise aus der Praxis.


Ihr tägliche Fahrstrecke

 

Analysieren Sie Ihr Fahrverhalten und Ihre täglich gefahrenen Kilometer.
Das Fahrzeug Ihrer Wahl sollte mindestens 40% mehr Reichweite nach NEFZ ausweisen als Ihre übliche tägliche Fahrstrecke.
Die reale Reichweite ist immer geringer als die Herstellerangbe und unklimatisierte Batterien haben im Winter weniger Kapazität.


Lademöglichkeit zu Hause

 

Sie werden in den meisten Fällen Ihr Fahrzeug zu Hause laden.
Es ist also wichtig, die Elektroinstallation an einem möglichen Ladepunkt am Haus oder in der Garage zu prüfen, bevor Sie ein Fahrzeug kaufen.
Die mögliche Anschlussleistung bestimmt nämlich die Ladezeit.
Eventuell reicht eine normale Steckdose mit 2 kW Ladeleistung aus, aber auch die sollte von einem Elektriker vorher geprüft werden.
Spätestens bei Ladeleistungen ab 3kW und mit einer „Wallbox“ benötigen Sie einen Fachmann, der abschätzt, was an Installationskosten auf Sie zukommen wird!
Wenn Sie planen, häufig unterwegs zu sein, kann die Anschaffung einer "mobilen Wallbox" die sinnvollere Lösung sein.


Fahrzeugbestellung und sinnvolles Zubehör

 

Schnellladung
Bei der Bestellung eines Elektrofahrzeugs bieten viele Hersteller ein Basismodell ohne Schnelllademöglichkeit an.
Unter Schnellladung versteht man einen Gleichstromanschluss am Fahrzeug, der mindestens 50kW Leistung aufnehmen kann und als CCS oder Chademo Buchse ausgeführt ist. Ein Fahrzeug ohne diese Möglichkeit der Gleichstromschnellladung benötigt auf Langstrecken viel mehr Zeit. Das mindert den Nutzen und den Wiederverkaufswert des Fahrzeugs!

CHAdeMO Stecker System

CCS (Combined Charging System) Combo 2 Stecker System


Wallbox vom Fahrzeughersteller

Einige Hersteller bieten eine „passende“ Wallbox zum Auto an.
Diese Angebote sind meist nicht die beste oder günstigste Lösung für Ihren heimischen Ladepunkt.
Ein Angebot vom Elektriker Ihres Vertrauens ist hier sinnvoll, besonders wenn Sie über eine eigene Photovoltaikanlage verfügen.

Ladekabel

In manchen Fahrzeugen wird nur ein „Notladekabel“ für die Haushaltssteckdose und 2kW Leistung mitgeliefert. Sie sollten sich aber auf jeden Fall ein Kabel für „unterwegs“ mit Typ 2 Stecker zulegen, um an öffentlichen Ladesäulen laden zu können. Diese Kabel können im Zubehörhandel günstiger sein als beim Hersteller des Fahrzeugs.


Zulassung

 E-Kennzeichen
Achten Sie darauf, dass Ihr Elektrofahrzeug ein E-Kennzeichen erhält (z.B. MR - EV 123E).
Nur durch das "E" am Ende kann das Ordnungsamt Ihr Fahrzeug als „elektrisch“ identifizieren.
Mit dem E-Kennzeichen genießen Sie gewisse Vorrechte an Ladepunkten und beim Parken abhängig von der Stadt oder Gemeinde.

Feinstaubplakette

Sie benötigen eine „Feinstaubplakette“ in der Scheibe!
Manche Mitarbeiter/innen in den Zulassungsbehörden verweisen auf das E-Kennzeichen.
Das ist aber nicht ausreichend, um in Umweltzonen einfahren zu dürfen.
Dafür benötigen Sie auf jeden Fall eine Feinstaubplakette in der Scheibe.


Förderungen

KFZ-Steuer

Ein elektrischer Neuwagen ist automatisch von der Fahrzeugsteuer für 10 Jahre befreit.

 

BAFA-Zuschuss

Die KFZ-Förderung der BAFA beträgt 1.500,- € für Plug-In-Hybrid-Autos und 2000,- € für Elektroautos.
Der Hersteller muss den Kaufpreis um denselben Betrag mindern, so dass eine Ersparnis von 3000,- € für Plug-In-Fahrzeuge und 4000,- € für rein elektrische Fahrzeuge erzielt wird.
Anträge für die staatliche Förderung gibt es hier:
http://www.bafa.de/DE/Energie/Energieeffizienz/Elektromobilitaet/elektromobilitaet_node.html

 

Stromanbieterzuschuss

Bei den Stromanbietern gibt es ebenfalls oft eine Förderung. Fragen Sie Ihren Anbieter.


Ladekarten (Grundausstattung)

 

Um unterwegs Ladepunkte nutzen zu können, benötigt man ein Konto bei einem Abrechnungsdienst.

Das gilt auch für viele kostenlose Ladepunkte!

 

Mit einem Smartphone kann man viele Ladesäulen per App freischalten.

Einfacher ist aber oft die Verwendung einer Ladekarte oder Schlüsselanhänger mit RFID Chip.

Aktuell am sinnvollsten sind "Plug Surfing" und "The New Motion" sowie "Maingau Energie" für Schnellladungen.

Alle genannten Anbieter arbeiten ohne Grundgebühren.

Eine Anmeldung mit Hinterlegung von Zahlungsinformationen ist notwendig, um das System nutzen zu können!

 

Mehr Informationen zum Thema Laden auf der Tipps Seite.


KFZ Versicherungen für Elektrofahrzeuge

 

Vorsicht bei der KFZ-Versicherung!
Manche Versicherer beinhalten Klauseln die zum Ausschluß von Mietbatterie führen können.
Immer auf Ausnahmeklauseln achten oder eine Bestätigung ausstellen lassen dass die Mietbatterie, Bestandteil der Versicherung ist.
Die Versicherung des Fahrzeugherstellers ist meist die sicherste Wahl aber leider nicht immer die günstigste.
Hier alternative Verischerungsanbieter mit speziellen Tarifen für Elektrofahrzeuge:
https://www.emover24.com/

https://versicherungen-emobil.de/


Unfallvorsorge

 

 Rettungskarten

 Im Falle eines Unfalls ist die Feuerwehr auf zusätzliche fahrzeugspezifische Informationen angewiesen.
Wo schaltet man die Traktionsbatterie ab?
Wo kann geschnitten werden?
Diese Informationen sind dann meist am Unfallort nicht vefügbar!
Erleichtern Sie der Feuerwehr die Arbeit mit einer "Rettungskarte" im Auto.
Am besten hinter der Sonnenblende oder an anderer sichtbarer Stelle im Fahrzeug deponieren.
Karten der Hersteller gibt es z.B. hier: https://www.elektronik-zeit.de/rettungskarten-fuer-elektroautos/


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